• NCC baut seit 50 Jahren Häuser und Wohnungen in Deutschland

NCC - Über ein halbes Jahrhundert Bau-Know-how

Unternehmenshistorie

Bereits seit mehr als 50 Jahren sind NCC Deutschland und seine Vorgängerunternehmen im Immobilienmarkt aktiv. 1964 als Industriebau Fürstenwalde gegründet, wuchs der Standort über die Jahrzehnte zu einem namhaften Projektentwickler im Industriebau heran.

Industriebau Fürstenwalde war in ein großkonzernartiges Gebilde eingebunden – das Bau- und Montagekombinat Ost mit Sitz in Frankfurt (Oder). Das Kombinat unterstand direkt dem Bauministerium der DDR und war für alle strukturbestimmenden Bauvorhaben auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg zuständig. Das bedeutete für den Fürstenwalder Betrieb vor allem Aufgaben in der Schwer- und Grundstoffindustrie, dem Maschinenbau und der Petrochemie. IBF baute die Zementwerke in Rüdersdorf, große Raffinerieanlagen in Schwedt oder das Stahlwalzwerk in Eisenhüttenstadt. Weitere Aufträge kamen von der Nationalen Volksarmee – viele der zahlreichen Bunkeranlagen östlich von Berlin wurden vom Industriebau Fürstenwalde errichtet. 

Stammbaum der NCC in DeutschlandDer Betrieb in Fürstenwalde beschäftigte zuletzt, Ende der 1980er-Jahre, über 2.000 Mitarbeiter in Niederlassungen in Bernau, Eberswalde und zeitweise in Schwedt. In den unruhigen Wendezeiten zog sich der Betrieb bereits vor der Wende aus der Planwirtschaft zurück. Nach der Wende 1989/90 folgte eine beispiellose Privatisierungswelle der DDR-Wirtschaft. Der schwedische Baukonzern Siab wurde auf Industriebau Fürstenwalde aufmerksam. Das schwedische Unternehmen hatte bereits vor 1989 viele Bauvorhaben in der DDR realisiert und wollte auf dem ostdeutschen Markt Fuß fassen. 1991 übernahm Siab den IBF – eine „Wunschhochzeit“ beider Partner. 

Bot Siab Bau anfangs noch eine breite Palette von Bauleistungen an, so konzentrierte sich das Unternehmen Mitte der 1990er-Jahre mehr und mehr auf den Wohnungsbau. Mit dem dort eingeführten „Plattformgedanken“ entwickelte Siab Bau ein prozessoptimiertes Steuerungsverfahren, dass den Betrieb in die Lage versetzte, als Generalunternehmer und Bauträger alle Bauphasen in einer Hand zu vereinen.

„Alles aus einer Hand“, lautet das NCC-Prinzip noch heute. 1997 übernahm der schwedische Baukonzern den Konkurrenten Siab und damit auch den Fürstenwalder Betrieb. Als NCC Deutschland baute das Unternehmen das Wohnsegment weiter aus.

Heute ist das Unternehmen der größte Projektentwickler dieser Sparte in Deutschland – vor allem im Heimatmarkt Berlin, in den Wachstumsregionen Hamburg, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Köln/Bonn, Rhein-Neckar/Stuttgart, Sachsen und entlang der Ostseeküste ist NCC tätig.

Meilensteine der NCC-Firmengeschichte

1964 Gründung

Jeder Weg beginnt mit einem Schritt

Im Frühjahr 1964 nahm die bewegte Geschichte der heutigen NCC in Deutschland ihren Anfang. Aus damals voneinander völlig unabhängigen ostdeutschen und schwedischen Unternehmen ist inzwischen zusammengewachsen, was zusammen gehört: Der größte Projektentwickler für Wohnimmobilien in Deutschland – NCC. Unser Unternehmens-stammbaum zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedliche Wurzeln sich zu einem gemeinsamen, blühenden Baum entwickelt haben: 50 Jahre schon bauen wir in Deutschland! 

1964 NCC Eisenbieger auf einem Wasserturm
NCC Eisenbieger auf einem Wasserturm

1971 Übergabe des NEPTUN-Hotels

Das 338-Zimmer-Hotel NEPTUN am Strand von Warnemünde war eine der frühen Baustellen unserer „schwedischen Ahnen” von SIAB in der DDR. Sky-Bar im 19. Stock, Restaurant „Goldbroiler”, die erste Diskothek des Landes und die Meerwasser-Schwimmanlage machten das 5-Sterne-Hotel 1971 zu einem Aushängeschild des Staates. Prominente Gäste waren u.a. Willy Brandt und Fidel Castro.  

1971 NCC Übergabe des Hotel Neptuns

1980 Konsumgüterproduktion

Was haben wir in 50 Jahren nicht alles gebaut! Brücken, Industrieanlagen, Hotels und sogar diese Bauklötze hat unsere Tischlerei in den 80er Jahren hergestellt. Dass ein Bauunternehmen wie NCC, damals noch Industriebau Fürstenwalde, in den 1980er Jahren Kinderspielzeug tatsächlich produziert hat, ist der Planwirtschaft der DDR geschuldet. Der Konsumgütermangel und die damit verbundene Unzufriedenheit in der Bevölkerung bewegten die Verantwortlichen in der Honecker-Ära zu originellen Entscheidungen.

So sollten Industriebetriebe personelle Überkapazitäten, vorhandene Rohstoffe und Maschinen nutzten, um nebenher Konsumgüter anzufertigen. Beim Industriebau Fürstenwalde wurden aus diesem Grund gerahmte Keramikkacheln, historische Stiche, Kindertröten und eben auch diese tollen Bausteine hergestellt. 

1980 NCC Bausteine aus der Kosumgüterproduktion
NCC Bausteine aus der Kosumgüterproduktion

1988 "Ferkeltaxi"

So üppig wie hier bei den Arbeiterfestspielen 1988 war unsere Baustellenverpflegung nicht immer – doch unser Küchenwagen war emsig im Einsatz. Morgens holten die Kollegen das Fleisch mit dem „Ferkeltaxi“ vom Metzger, mittags wurden die Köstlichkeiten der Kombinatsküche an die Großbaustellen der Umgebung ausgeliefert. Nur ein Highlight unserer 50jährigen bewegten Firmengeschichte, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind: Deutschlands Nr. 1 im Wohnbau.

1988 Ferkeltaxi von NCC

1990 Aus VEB wird GmbH

Das Ende der DDR bedeutet auch das Ende der volkseigenen Betriebe. Während sich der Industriebau Fürstenwalde noch zur GmbH wandelt, gibt es jedoch auch schon erste Kaufofferten zahlreicher deutscher und internationaler Interessenten. Keiner von Ihnen hatte jedoch vor, was der Unternehmensführung am wichtigsten war: Den Betrieb als Einheit zu erhalten. Lediglich der schwedische Baukonzern SIAB blieb deshalb als Käufer übrig. Ein langer Verhandlungsmarathon beginnt. 
  

IBF-Logo

1991 Die Schweden kaufen Industriebau Fürstenwalde

Nach zähem Ringen mit der Treuhand ist es so weit: am 27. März 1991 unterzeichnen Treuhand-Direktorin Helga Rum und SIAB-Vorstand Kurt Nordgren den Kaufvertrag. „Die Schweden” kaufen Industriebau Fürstenwalde! 

1980 Die Schweden kaufen Industriebau Fürstenwalde
Vertragsunterzeichnung

1994 Schwedische Häuser zum Discountpreis - Der Einstieg ins Bauträgergeschäft

„Schwedische Häuser zum Discountpreis”– so berichteten die Zeitungen 1994 über unser Projekt in Vehlefanz. Die Vermarktung lag erstmals in den eigenen Händen, die drei Typen von Reihen- und Doppelhäusern richteten sich an junge Familien mit schmalem Budget – und eine Kooperation mit IKEA belohnte den Kauf mit üppigen Ausstattungsgutscheinen. Dieses Pilotprojekt als Bauträger brachte das Unternehmen zum ersten Mal nach dem Mauerfall in die schwarzen Zahlen. 

1994 Schwedische Häuser zum Discountpreis - Der Einstieg ins Bauträgergeschäft
Der Einstieg ins Bauträgergeschäft

1997 Blitzfusion: Aus SIAB wird NCC

... verkündete das Stockholmer Svenska Dagbladet am 24. Februar 1997. Der schwedische Bauriese NCC hatte vollkommen überraschend den kleinen "Bruder" SIAB übernommen. Für die Arbeit auf den Baustellen änderte sich - abgesehen vom neuen Logo - nur wenig. Allerdings behaupteten die Fürstenwalder einen Sonderstatus: Als einziges Unternehmen des neuen Großkonzerns durften sie ihren alten Firmenennamen noch zwei Jahre lang behalten - zumindest in Teilen. So war "NCC SIAB" gewissermaßen ein Tribut an die Mitarbeiter der deutschen Tochter und ihre Leistungen. Im Oktober 1999 war dann der Tag des endgültigen Abschieds von SIAB - von nun an firmiert das Unternehmen ganz offiziell als "NCC".

1997 Blitzfusion: Aus SIAB wird NCC
NCC-Logo

1998 Therme in Bad Saarow / Brandenburg

In der Übergangszeit von SIAB zu NCC prägten neben dem immer stärker werdenden Wohnungsbau auch einige ausgesprochene Leuchtturm-Projekte die Arbeit. Die Therme in Bad Saarow war eines davon. 
 
1998 Therme in Bad Saarow / Brandenburg
Therme Bad Saarow 

1999 Einzug ins Bahnhofcenter

Das ist wie Nachhausekommen: Im Dezember 1999 zieht die Zentrale von NCC endgültig nach Fürstenwalde und vereinigt erstmals alle Unternehmensteile im neuen Bürogebäude am Bahnhof – von der Dachterrasse im obersten Stockwerk geht der Blick weit über das Land. Auch wenn einige der bisherigen Kollegen „unser“ Fürstenwalde erstmal kennen lernen müssen: Mit Blick auf die Firmengeschichte und die Herkunft der Belegschaft ist es einfach toll, wieder dort zu sein, wo die Wurzeln liegen! 

1999 Einzug ins Bahnhofcenter
Bahnhofcenter in Fürstenwalde ("Bahnhof-Tower") 

2000 NCC baut Schwedens Fenster zur Welt

Auf manche Bauprojekte sind wir ganz besonders stolz – zum Beispiel auf den schwedischen Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover! 

2000 NCC baut Schwedens Fenster zur Welt
Expo Pavillon 

2011 NCC wächst

… und braucht eine neue Zentrale. Natürlich in Fürstenwalde. Das neue Bürogebäude setzt Maßstäbe – mit Großraumbüros, einer zentralen Erschließung über die imposante Freitreppe, lichtdurchflutete neue Räume und ein eigenes Bistro. Kein schnöder Zweckbau also, sondern ein klares Signal für Visionen, Ortsverbundenheit und Baukompetenz.  

2011 NCC wächst - neue Unternehmenszentrale
Neue Unternehmenszentrale 

Die neue Nr. 1 in Deutschland

Mehr als eine halbe Million Quadratmeter neue Wohnfläche realisieren unsere rund 750 Mitarbeiter Jahr für Jahr von der Ostseeküste bis zum Alpenrand. Diese Bauleistung macht uns zu Deutschlands Nummer 1 im Wohnbau - ein Titel auf den wir nicht nur sehr Stolz sind, sondern den wir seither auch Jahr für Jahr souverän verteidigen (bulwiengesa Studie, 2013-2015).  

2013 Die neue Nr. 1 in Deutschland
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